NPD will Jugendliche über Sport ködern

Die rechtsextreme NPD versucht nach Einschätzung des Brandenburger Verfassungsschutzes, Sportveranstaltungen im Land für ihre demokratiefeindlichen Zwecke zu nutzen.

Potsdam - Die rechtsextreme NPD versucht nach Einschätzung des Brandenburger Verfassungsschutzes, Sportveranstaltungen im Land für ihre demokratiefeindlichen Zwecke zu nutzen. Schon mehrmals habe sie verkappt auch zu Fußballturnieren eingeladen, sagte Verfassungsschutzchefin Winfriede Schreiber gestern. "Plötzlich erscheinen dann die NPD-Fahnen", sagte sie. Die rechtsextreme Partei sei mit solchen Strategien aber "zum Glück nicht so weit gekommen, wie sie es gerne hätte". Der Verfassungsschutz will am 23. Mai in Potsdam eine Fachtagung zum Thema "Fußball, Gewalt und Rechtsextremismus" veranstalten. Am kommenden Wochenende soll auf Initiative der Landesregierung und von Sportverbänden bei den Punktspielen in den Brandenburger Fußballligen eine Toleranzresolution verlesen werden. Der Verfassungsschutz arbeitet mit der Sportjugend im Landesportbund zusammen. Diese bietet unter anderem Beratung bei der demokratischen Gestaltung der Vereins- und Verbandsarbeit.

gma