Kostenloses Schulessen abgelehnt

In Potsdam wird es in absehbarer Zeit kein kostenloses Schulessen für die Kinder von Arbeitslosengeld-2-Empfängern geben.

Potsdam - In Potsdam wird es in absehbarer Zeit kein kostenloses Schulessen für die Kinder von Arbeitslosengeld-2-Empfängern geben. Die Mehrheit des Finanzausschusses der Stadtverordneten-Versammlung sprach sich gestern in einer Sondersitzung gegen die Forderung der Linken aus. Diese waren bereits vor einer Woche im Stadtparlament mit diesem Vorstoß gescheitert. Stattdessen bleibt es beim Beschluss, den Bedürftigen das Schulessen zum halben Preis von etwa einem Euro anzubieten. Auch in Jüterbog gibt es noch kein grünes Licht für das angekündigte kostenlose Schulessen. Am 28. Mai müsse die Kommunalvertretung darüber erneut beraten, so das Büro des Bürgermeisters.

Die Diskussion um ein kostenloses Schulessen war auch bereits auf Landesebene geführt worden. Bildungsminister Holger Rupprecht (SPD) sagte gestern: "Für das Land wäre dies schlicht nicht finanzierbar." Nach Berechnungen des Ministeriums müsste die Regierung bei einem durchschnittlichen Preis pro Essen von 2,50 Euro rund 146 Millionen Euro jährlich für die kostenlosen Essen in den Krippen, Kitas, Horts und an den Schulen bezahlen. Es bestehe auch die Notwendigkeit nicht. Es blieben kaum Kinder vom Schulessen fern, nur weil die Eltern sich dieses nicht leisten könnten.

svr/gma