Frank-Walter Steinmeier

Selbstbildnisse: Ein Fotoprojekt von Reto Klar und Martin Lengemann

Reto Klar und Martin Lengemann fotografieren Prominente und bitten sie, ihre Fotos für die BIZ nach ihrer eigenen Vorstellung zu gestalten - ein "Selbstbildnis" zu kreieren. Zum Abschluss der Serie werden die Bilder verkauft, der Erlös kommt dem Verein "Berliner helfen" zugute

Die Bundestagswahl 2009 endete für Frank-Walter Steinmeier und die SPD mit einer bitteren Niederlage. Millionen Wähler hatten die Sozialdemokaten damals verloren, eine harte Zeit war das - politisch gesehen. Dann, im vergangenen Jahr, musste Frank-Walter Steinmeier wieder hart kämpfen - diesmal privat. Mit einer Nieren-Transplantation im August 2010 rettete der 55-jährige SPD-Fraktionsvorsitzende seiner Frau Elke Büdenbender, Richterin am Berliner Verwaltungsgericht, das Leben. Da wurde aus dem Politiker Frank-Walter Steinmeier vor allem ein besorgter Ehemann - und sein Bild in der Öffentlichkeit schlagartig ein anderes. Das Bild, das Frank-Walter Steinmeier, der mit seiner Frau und der gemeinsamen Tochter in Berlin-Zehlendorf lebt, nun von sich selbst gemalt hat, verrät über den Politiker in erster Linie, "dass ich kein Wintersportler bin", wie der ehemalige Fußballspieler sagt, der in seiner Kindheit jeden Sonntag für seinen Heimatverein TuS 08 Brakelsiek (Nordrhein-Westfalen) auf dem Platz stand. "Nicht der begnadete Filigrantechniker, dafür großes Kämpferherz und langer Atem, und ein solider Teamspieler - das bin ich heute noch", schreibt Steinmeier auf seiner Homepage. Mit der kalten Jahreszeit hat Frank-Walter Steinmeier es jedenfalls nicht - obwohl er doch mit dem Geburtsdatum 5. Januar 1956 ein echtes Winterkind ist. Nachgefragt, warum er gemalt hat, was auf dem Bild zu sehen ist, betont er: "Weil der Gedanke an den Sommer über den Winter hilft."