Triste Brandschutzwand wird zur Waldlandschaft

Das Bauunternehmen Hochtief und die Universität der Künste (UdK) haben Ende 2005 einen besonderen Wettbewerb ins Leben gerufen.

Das Bauunternehmen Hochtief und die Universität der Künste (UdK) haben Ende 2005 einen besonderen Wettbewerb ins Leben gerufen. Für ein Preisgeld von 8000 Euro wurden junge Künstler aufgefordert, eine 23 Meter hohe und fast 15 Meter breite Brandschutzwand an der Joachimstaler Straße 20 in Charlottenburg von ihrem tristen Grau zu befreien. Etwa 20 Künstler versuchten sich an der Gestaltung. Gestern nun wurde die Gewinnerin bekanntgegeben.

Die Jury entschied sich fast einstimmig für die pastellfarbene Waldlandschaft der in Aachen geborenen Künstlerin Niki Elbe (35). Aber auch der zweitplazierte Til Köhler (25) und der drittplazierte Gabriel Braun (23) gingen nicht leer aus. Sie erhielten 2000 beziehungsweise 1000 Euro.

Die Jury - unter anderen mit Rainer Latour vom Stadtplanungsamt Charlottenburg, Mathias Zunk von der Hochtief Projektentwicklung und Professor Burkard Held, Dekan der Fakultät Bildende Kunst der UdK - begründete ihre Entscheidung mit dem "organischen" Charakter des Bildes, daß Niki Elbe gemeinsam mit ihrem Freund Felix Müller entwickelte. "Es fügt sich sehr gut ein, und die Anwohner werden sich daran nicht satt sehen", meinte Rainer Latour.

Am Siegerentwurf ist ein Detail besonders hübsch: ein Rehkitz am unteren Bildrand. "Es soll eine Art Glücksbringer für die Hausbewohner sein", sagte Niki Elbe hierzu. Der UdK-Studentin hat es jedenfalls bereits Glück gebracht.

ima