Unbekannte entwenden "Stolperstein"

Unbekannte Täter haben in Niederschöneweide einen "Stolperstein" gestohlen. Die vor dem Haus Seestraße 1 ins Pflaster eingelassene Metallplatte soll an den NS-Gegner Otto Dunkel (1898-1945) erinnern, der dort bis zu seiner Verhaftung wohnte. Laut einer Sprecherin des Bundes der Antifaschisten Treptow hätten bereits am 28. Juli, dem Tag der Verlegung des Steins, schwarz gekleidete Jugendliche das Ereignis mit den Worten "Wieder so ein Judenstein" kommentiert.

Mit seinen "Stolpersteinen" will der Kölner Künstler Gunter Demnig an die Ermordung früherer Nachbarn während der NS-Diktatur erinnern. In Berlin sind bereits knapp 1000 dieser Steine verlegt.