Kaum Karten verkauft: Musikfestival abgesagt

Das Musikfestival, das von Freitag an neun Tage lang im Kleistpark stattfinden sollte, ist kurzfristig abgesagt worden. Wie der Sprecher des Veranstalters, der BBI Consulting GmbH mitteilt, habe der schleppende Kartenverkauf zu dieser Entscheidung geführt.

"Wir haben für die geplanten neun Tage nur 700 Karten verkauft", sagt Andreas Bromba enttäuscht. "Nun stehen wir erst einmal unter Schock."

Das Festival an der Potsdamer Straße hatte ein Open-air-Event für jeden Geschmack sein sollen: Mit Operette, Musical, Schlager und Pop hatte man nicht nur die Zuschauer unterhalten wollen, auch die Sanierung der maroden Königskolonnaden sollte mit dem Eintritt unterstützt werden. Sogar an Hartz-IV-Empfänger war gedacht worden: Sie sollten für fünf Euro die Generalprobe sehen können. Musical-Star Angelika Milster gehörte ebenso zum Staraufgebot wie René Kollo, Uwe Kröger, Johannes Heesters und Yvonne Catterfeld.

Dagmar Frederic, die als Moderatorin die Operettengala moderieren sollte, hat gestern im FAB-Fernsehen Vorwürfe gegen den Kartenvertrieb der BBI Consult gerichtet. Dieser habe im Vorfeld verbreitet, die Veranstaltung sei teilweise ausverkauft.

Der Bezirk hatte an das Musikfestival die Hoffnung geknüpft, mit dem Kleistpark einen neuen Standort für Musikveranstaltungen vermarkten zu können und den Kiez damit langfristig aufzuwerten. Deshalb hatten die Behörden den Veranstalter besonders unterstützt.

Michael Wuscher, Chef der BBI Consult, will sich durch die Schlappe nicht entmutigen lassen.

Im kommenden Jahr werde im Sommer ein ähnliches Musikfestival im Kleistpark stattfinden, heißt es aus seiner Firma. "Bereits gekaufte Karten können an den Vorverkaufsstellen wieder zurückgegeben werden", sagt Wuscher.

ela