Kunst im Spreekarree

Mit einem neuen Kulturzentrum soll die Kunstszene im Regierungsbezirk Mitte noch attraktiver werden. In dieser Woche wird im Spreekarree (Schiffbauerdamm/Friedrichstraße/Am Zirkus) das Art Center Berlin Friedrichstraße eröffnet. Neun Galerien werden dort in Zukunft unterschiedliche Kunstformen präsentieren.

Das verglaste Ausstellungshaus bietet auf insgesamt 3000 Quadratmetern Platz für öffentlichkeitswirksame Präsentation von Kunst. Kurator Rolf Külz-Mackenzie: "Hier entsteht ein zentrales Schaufenster für die aktuelle Kunstszene mit großer Anziehungskraft auf die Berliner und Besucher der Stadt."

Die Initiatoren der Art Center sehen im Spreekarree einen großen Standortvorteil, da die Museumsinsel in Sichtweite liegt. "So können Besucher am Uferweg der Spree entlang oder über den Weidendamm unser Haus in wenigen Minuten erreichen", so Rolf Külz-Mackenzie.

Im fünfgeschossigen Kunsthaus bildet ein verglaster Innenhof das Zentrum und gewährt einen Einblick in die verschiedenen Galerien. Dazu lädt ein Café im Erdgeschoß zum Verweilen ein.

Die neun Berliner Galeristen wollen hauptsächlich die Werke zeitgenössischer Künstler präsentieren. Unter dem Motto "Reflexionen" wird es eine Eröffnungsausstellung zum Start des Kunsthauses geben. Es werden Skulpturen und Zeichnungen gezeigt, die "ästhetische Wahrnehmungen" widerspiegeln. Namen wie Yoko Ono, Elvira Bach, Bernd Zimmer, Cameron Rudd, Isabel Rohner und Clemens Krauss sind nur einige, die für rund dreißig Künstler stehen, die ab kommendem Mittwoch im Art Center zu sehen sind. An diesem Tag wird der ehemalige Kultursenator Berlins, Volker Hassemer, die Ausstellung eröffnen.

Das Spreekarree war im vergangenen Oktober nach knapp zweijähriger Bauzeit eröffnet worden. Der Neubau direkt neben dem Berliner Ensemble beherbergt zahlreiche Geschäfte, Büros sowie Komfortwohnungen. Der Komplex gehört der Unternehmensgruppe Meermann Regional. Das Spreekarree steht an prominenter Stelle: Bis Ende der 90er Jahre befand sich dort das Hotel Adria, das um die Jahrhundertwende als Mietshaus errichtet worden war. Einst wohnte Max Reinhardt dort. Nach dem Krieg wurde das Haus zum Hotel, wegen Baufälligkeit mußte es schließlich abgerissen werden.