100000 Euro für die Königskolonnaden

Bauleute und Steinmetze arbeiten auf dem Dach der nördlichen Königskolonnade im Kleistpark. Unter der Plane laufen die Restaurierungsarbeiten auf Hochtouren. Die steinernen Putten und Vasen sind abgetragen und werden derzeit in Dresden "behandelt". Im ersten Bauabschnitt wird zunächst die Dachkonstruktion so verändert, daß künftig kein Wasser mehr in den Sandstein sickern kann. Beim Abtragen des alten Daches wurde zudem Hausschwamm festgestellt, der nun entfernt werden muß.

Michael Krautzberger von der Stiftung Denkmalschutz kam mit der guten Nachricht auf die Baustelle, daß die Stiftung die Restaurierung vorerst mit 100 000 Euro unterstützen wird. Sowohl Stadtentwicklungsdezernentin Elisabeth Ziemer (Grüne) als auch Baustadtrat Gerhard Lawrentz (CDU) wissen das zu schätzen, denn wie die insgesamt 2,9 Millionen Euro teure Restaurierung beider Kolonnaden bis 2007 finanziert werden soll, ist bisher unklar.

Die Königskolonnaden gehören zu den bedeutendsten Berliner Bauwerken aus der Übergangszeit vom Rokoko zum Klassizismus. Sie wurden von 1777 bis 1780 erbaut. Früher standen sie an der Königstraße, die zum Berliner Stadtschloß führte. Wegen des Baus des Kaufhauses Wertheim am Alexanderplatz wurden sie 1910/1911 an die Potsdamer Straße versetzt. Der Bezirk denkt daran, die Kolonnaden in Zukunft mehr zu nutzen. So fanden in den vergangenen Sommern dort bereits Jazzkonzerte statt.

ela