Aktion

Unterschriften für Denkmal auf Teufelsberg

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Der Plan von amerikanischen Militärveteranen, die ehemalige US-Abhörstation auf dem Teufelsberg wie berichtet als Denkmal des Kalten Kriegs zu erhalten, wird maßgeblich vom Verein "West Alliierte in Berlin" unterstützt.

Auf seiner Internet-Seite www.west-alliierte-in-berlin.de ist eine Petition unter dem Motto "Helft den Teufelsberg zu retten" verfasst, die von Befürwortern des Projekts unterschrieben werden kann.

Es sei notwendig, Denkmäler zu schaffen, die an die Freundschaft und die unerschütterliche Unterstützung der westlichen Alliierten im Kalten Krieg erinnern, heißt es in der Petition. Das Gebäude der ehemaligen "Field Station Berlin" auf dem Teufelsberg sei die beste Wahl für solch ein Denkmal. Daher solle es zum Nationalen Denkmal erklärt werden. Die Petition kann auch im Museum des Vereins in der Schöneberger Naumannstraße 36 unterschrieben werden: Öffnungszeiten mittwochs 12 bis 18 Uhr, sonnabends/sonntags 11 bis 18 Uhr.

Auch der Initiator des Projekts, der Verein Amerikanischer Militär-Veteranen "The U.S. Field Station Berlin Veterans Group", hat für die Umsetzung seiner Pläne eine Kampagne gestartet. Der Verein hat sich mit mehreren Schreiben an die Bundeskanzlerin, an Klaus Wowereit, den Bezirk, das Landesdenkmalamt sowie Bundesrat und Bundestag gewandt. Bislang habe nur der Regierende Bürgermeister geantwortet, sagt Mark Hooker, der drei Jahre in Berlin stationiert war und heute im US-Staat Indiana lebt. Der Senat, so heißt es darin, hätte momentan keinen Einfluss darauf, was mit dem Gelände passiere, weil es sich im Privatbesitz befinde.

Käufer des Grundstücks auf dem Teufelsberg ist die "Maharishi-Weltfriedensstiftung", die durch die Kunst des "yogischen Fliegens" bekannt ist. Die Stiftung beabsichtigt, auf dem Teufelsberg eine Friedens-Universität für 1000 Studenten mit einem "Turm der Unbesiegbarkeit" zu errichten. Obwohl es kein Baurecht für das Gelände gibt, wurde im November 2007 der symbolische Grundstein für das Friedenszentrum im Beisein von Kult-Regisseur David Lynch gelegt. Auch die Yogi-Flieger haben die Bundeskanzlerin um Hilfe gebeten.

( kla )