Wilder Slalom im Havelwasser an der Zitadelle

Direkt am Wehr neben der historischen Zitadelle in Spandau starteten gestern die rund 150 Teilnehmer der "Kanu-Slalom German Masters 2004". Gefahren wurde in verschiedenen Altersklassen ab 32 Jahren. Mit dabei waren auch international erfolgreiche Kanuten der vergangenen Jahre - alle noch fit genug, um den Kampf mit dem Wildwasser aufzunehmen. So ließen es sich die Goldmedaillengewinnerin der Weltmeisterschaft von 1985, Margit Messelhäuser aus Augsburg, und die WM-Bronzegewinner von 1997, Manfred Berro und Thomas Trummer aus Zeitz, nicht nehmen, anzutreten.

Das sonst so ruhige Wasser am Scheitelpunkt zwischen Ober- und Unterhavel wurde durch die Öffnung des Wehrs um 40 Zentimeter zu einem reißenden Bach, dazu sorgten ein großer Findling in der Wassermitte und kleinere Hindernisse für eine bewegte Strömung. Mit 13,6 Metern pro Sekunde kam das Wasser aus der Wehröffnung geschossen. "Auf 250 Metern mußten 20 Tore durchfahren werden", so Organisationsleiter Manfred Schmandra vom Landes-Kanu-Verband Berlin. Jeder Aktive ging zweimal an den Start. Nach jeweils rund 100 Sekunden war dann der Kampf der Slalomkanuten im künstlichen Wildwasser des Naturschutzgebiets vorbei.

Im kommenden Jahr werden an selber Stelle die deutschen Schülermeisterschaften stattfinden. Um den Kanu-Sport mehr in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu rücken, engagiert sich jetzt auch die Berlin Tourismus Marketing - sie sucht Sponsoren für weitere Veranstaltungen.

zy