Senat bestätigt: BND zieht an die Chausseestraße

Das Tauziehen um die Ansiedlung des Bundesnachrichtendienstes in Berlin hat ein Ende. Die BND-Zentrale wird vom bayerischen Pullach an die Chausseestraße nach Mitte verlegt. Die zuvor von der Bundesregierung getroffene Entscheidung wurde gestern auch vom Senat bestätigt - gegen Widerstände von CDU, PDS und Grünen. An der Chausseestraße würden sowohl die Sicherheitsbelange des BND als auch städtebauliche Interessen wie eine Belebung des Viertels am besten gewährleistet, begründete Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD). Andere Standorte wie das Gelände des früheren Güterbahnhofs an der Heidestraße in Moabit sind damit endgültig aus dem Rennen.

Für Bezirksbürgermeister Joachim Zeller (CDU) ein "bedauerlicher" Vorgang. "Ich begrüße den BND-Umzug sehr, halte den Standort Heidestraße aber nach wie vor für den besseren." Auch die Grünen kritisieren die Entscheidung des Senats. Der Standort Heidestraße sei eine "stadtverträgliche Alternative" gewesen.

Die FDP begrüßt das Ende der Debatten. "Endlich hat der Senat den Weg für den Umzug der 4000 BND-Mitarbeiter nach Berlin frei gemacht", so deren Innenexperte Alexander Ritzmann. Bis 2008 soll nun auf dem Gelände des einstigen Stadions der Weltjugend ein bis zu zwölf Etagen hoher Neubau errichtet werden.

fü/dpa