Drei neue Hotels am Adenauerplatz geplant

Am Adenauerplatz soll ein Hotelpark gebaut werden. Um Platz dafür zu schaffen, möchte der Investor - die Tchoban Wiedemann Projektentwicklung GmbH (TWP) - das Wohn- und Geschäftshaus an der Spitze des Dreiecks zwischen Lewisham- und Wilmersdorfer Straße abreißen lassen.

Charlottenburg-Wilmersdorf Am Adenauerplatz soll ein Hotelpark gebaut werden. Um Platz dafür zu schaffen, möchte der Investor - die Tchoban Wiedemann Projektentwicklung GmbH (TWP) - das Wohn- und Geschäftshaus an der Spitze des Dreiecks zwischen Lewisham- und Wilmersdorfer Straße abreißen lassen. Er befindet sich momentan in Kaufverhandlungen mit dem Grundstückseigentümer. 40 Wohnungsmieter müssten umziehen.

Projektentwickler Alexander Wiedemann und Architekt Sergej Tchoban stellten das Vorhaben gestern im Bauausschuss vor. Baustadtrat Klaus-Dieter Gröhler (CDU) begrüßt den Plan: "Er bietet eine Möglichkeit der Stadtreparatur. Die Probleme, die Ende der 60er-Jahre im Zuge der autogerechten Stadt durch den Tunnelbau entstanden, könnten gelöst werden." Außerdem erhofft sich Gröhler eine Aufwertung des Quartiers: "Es könnte eine Initialzündung für die südliche Wilmersdorfer Straße entstehen."

An der Spitze zwischen Lewisham- und Wilmersdorfer Straße sollen ein Ibis-, ein Etap- und ein Suite-Hotel entstehen. Noch gebe es keine Fakten, räumte Tchoban nach Kritik aus dem Ausschuss ein, von der Accor-Gruppe gebe es aber eine Absichtserklärung. 443 Zimmer sind auf dem 2591 Quadratmeter großen Grundstück geplant, außerdem eine Tiefgarage mit 132 Plätzen.

"So kann sich jeder eine Übernachtung am Kudamm leisten", sagt Alexander Wiedemann. Er ist überzeugt, dass eine Belebung durch Touristen auch dem Kurfürstendamm an dieser Stelle guttun würde. Zum Problem mit den Mietern sagte er, dass jeder Betroffene Angebote für Ersatzwohnungen erhalte und sämtliche Kosten übernommen würden. Über die Planungen sollen Gewerbetreibende und Mieter durch den Verein "Schnittstelle" auf dem Laufenden gehalten werden. Die Investition ist mit 50 Millionen Euro inklusive Grundstückskauf veranschlagt, Baubeginn könnte frühestens im Februar 2009 sein.

Die Accor-Gruppe, zu der neben den Economy- und Budget-Marken Etap, Ibis und Suite auch Hotels der Marken Novotel, Sofitel und Mercure gehören, betreibt in Berlin bereits 34 Hotels mit 5500 Zimmern. Zum neuen Projekt wollte sich das Unternehmen nicht äußern. Michael Mücke, Generaldirektor von Accor-Deutschland, sagte aber: "Wir führen Gespräche mit sehr vielen Investoren, gerade auch in Berlin, weil wir dort ein großes Wachstumspotenzial sehen." Die Ausschussmitglieder bewerten das Projekt grundsätzlich positiv. Auf jeden Fall soll der Investor aber prüfen, wie der Lebensmitteladen im Erdgeschoss, der umziehen muss, in der Nähe gehalten werden kann.