Ausbau der Rossi-Ruine hat begonnen

In Berlins größter Investruine hat nach acht Jahren Stillstand der Ausbau zu einem Super-Hotel begonnen.

Lichtenberg In Berlins größter Investruine hat nach acht Jahren Stillstand der Ausbau zu einem Super-Hotel begonnen. Ein Riesenkran dreht sich in dem neu eingerüsteten Geisterhaus-Rohbau am S-Bahnhof Landsberger Allee, als "Landsberger Arkaden"-Einkaufszentrum vom verstorbenen italienischen Stararchitekten Aldo Rossi entworfen. Projektleiter Jürgen Steinmeier vom Bauherr UBX 1 Berlin GmbH, einer deutsch-österreichischen Joint-Venture-Gesellschaft, spricht von "unabdingbaren kosmetischen Korrekturen" an dem 14-geschossigen, fast 57 Meter hohen Betontorso.

So wird gerade der ursprünglich geplante Innenhof für mehr Baufreiheit entkernt, kompakte Zwischendecken wurden bereits abgerissen, Säulen im Eingangsbereich entfernt. "Das muss sein", sagt Arthur Fischer vom Kreuzberger Architektenbüro Seeger/Müller, "um Platz für einen großen Kongressbereich zu schaffen." Dieser soll sich nunmehr über eine Fläche von 4800 Quadratmetern mit Veranstaltungs- und Ballsälen erstrecken. 567 Zimmer sind nach den neuesten Planungen in dem Vier-Sterne-Plus-Hotel "Andel's" vorgesehen, dazu eine Tiefgarage für 550 Autos und 15 Reisebusse, eine Sky-Bar und -Lounge.

60 Millionen Euro sollen endgültig in das Projekt fließen. Die Wiener Warimpex-Gruppe hatte die Immobilie im Herbst 2006 ersteigert. Das Hotel soll Ende 2008 öffnen. Es wird von "Vienna International" gemanagt, bisher Betreiber von 26 Hotels in Ost- und Südeuropa. Sprecherin Elisabeth Scheiring: "Noch vor Berlin eröffnen wir unser erstes Hotel in Deutschland in München."

rg