Stadtplanung

Neubau der Waldorfschule gerettet

Die Rudolf-Steiner-Schule hat sich mit den Nachbarn geeinigt und will den seit über zwei Jahre stillgelegten Neubau noch vor Weihnachten beziehen.

Die herbeigesehnte Einigung sei maßgeblich durch die Vermittlung des ehemaligen Regierenden Bürgermeisters Eberhard Diepgen (CDU), dessen Kinder die Schule besuchten, gelungen.

Der Bau des eingeschossigen neuen Schulgebäudes an der Clayallee Ecke Auf dem Grat 3 war im Herbst 2004 mit einer Genehmigung des Bezirksamtes begonnen worden. Weil es aber nur zehn Meter von den Nachbargrundstücken entfernt ist, durften die Räume nicht bezogen werden: Die Nachbarn setzten einen Baustopp und den Abriss gerichtlich durch. Der Bundesgerichtshof wies eine Beschwerde der Schule zurück.

"Der tägliche Anblick des stillgelegten, fast fertigen Gebäudes hat uns sehr bedrückt. Wir sind außerordentlich froh, dass die Nachbarn auf uns zugekommen sind und wir eine einvernehmliche Lösung finden konnten", teilte Friedrich Ohlendorf, Geschäftsführer des Trägervereins der Rudolf-Steiner-Schule, gestern mit.

Über Details der Einigung sei Stillschweigen vereinbart worden. Die Einigung sei unter anderem dadurch erreicht worden, dass der Schulverein einzelne Nachbargrundstücke aufkaufe, sagte Ohlendorf auf Nachfrage. Diese Grundstücke müsse die Schule wahrscheinlich aber weiterverkaufen. Da diese Lösung die Schulfinanzen stark beanspruche, seien zunächst Spenden nötig. Mit Beginn des neuen Schuljahres sollen die Handwerker die Arbeiten wieder aufnehmen. Im Neubau werden neben Klassen- und Fachräumen auch drei Hortgruppen untergebracht.