Transportale: Baustelle für eine Skater-Bahn als Kunst-Aktion

"So eine Bahn fehlt in Berlin", stellt Enrico Traube fest. Der 22-Jährige trifft sich regelmäßig mit Gleichgesinnten an einem Lehmberg im Park am Priesterweg, um mit dem Rad Geländefahrten und Kunststücke zu üben. Schnell hatte sich unter den BMX-Fahrern herumgesprochen, dass in der Nähe ihres Treffpunktes eine Skulptur entsteht, aus der eine Bahn für Skater und BMX-Fahrer werden könnte.

Bagger heben seit Tagen unweit der S-Bahn verschieden große Kuhlen aus. Nachmittags greifen bis zu 15 BMX-Fans zur Schaufel. "Die BMX-Fahrer haben auch an der Überarbeitung der Planung mitgearbeitet", sagt Künstlerin Chantal Labinski. Zusammen mit ihrem Kollegen Holger Hager hatte sie die Idee zur "Aktionsbaustelle Skate-Amöbe". Mit 5000 Euro wird die Aktion bei der "Transportale" gefördert, bei der bis Ende Mai an der S-Bahn-Linie 2 Kunstwerke präsentiert werden. Jetzt hoffen die Künstler, dass sich Sponsoren für Beton und Entwässerung finden, damit aus der Bodenskulptur eine dauerhafte Skate- und BMX-Bahn wird. Anderenfalls wird das Gelände eingeebnet. Am Sonnabend wird das - vorläufige?! - Ende der Arbeiten gefeiert. Von 21 Uhr an wird der Skater-Film "Dogtown and Z-BOYS" gezeigt, danach Party. Infos: Tel.: 75 60-69 68

mab