Kunst

East Side Gallery: Künstler malen ihre Bilder neu

Künstler aus aller Welt, die einst die East Side Gallery an der Berliner Mauer schufen, sind wieder an den Ort ihrer Schöpfung eingeladen. In den nächsten Monaten wird die Gallery in Friedrichshain umfassend saniert.

Ab dem Herbst sollen die Künstler die Mauersegmente neu bemalen, sagte der Vorsitzende der Künstlerinitiative Kani Alavi. Fast alle der einst 118 Künstler aus dem In- und Ausland, die die Mauerreste nach der Wende mit verschiedensten Motiven bunt gestalteten, seien bereits angeschrieben worden. Wenn die Arbeiten zügig voran gehen, könnte die East Side Gallery zum 20. Jahrestag des Mauerfalls im November 2009 im neuen Glanz erstrahlen.

Zuerst müssten zwar noch die derzeitigen Bauarbeiten an der rund 1,3 Kilometer langen Touristenattraktion beendet werden. Von etwa Ende Oktober an könnten dann jedoch die ersten Künstler nach Berlin kommen und "ihre" Mauerstücke mit den originalen Motiven neu bemalen.

Bei der East Side Gallery handelt es sich um ein erhalten gebliebenes Stück der Berliner Mauer zwischen Ostbahnhof und Oberbaumbrücke, das als eine der wichtigen Sehenswürdigkeiten der Stadt gilt. Die Arbeiten an der East Side Gallery waren notwendig geworden, weil vor allem die Farbe abblätterte.

Geplant sei, im Winter bis zum Kälteeinbruch zu arbeiten und nach einer mehrmonatigen Pause etwa im März weiterzumachen. Das genaue Ende der Sanierungsmaßnahmen sei jedoch noch unklar, so Alavi. Für die Arbeiten stehen den Angaben zufolge insgesamt 2,5 Millionen Euro zur Verfügung.

Rund 1,5 Millionen Euro aus Landes-, Bundes- und EU-Mitteln sind für die Baumaßnahmen gedacht, eine Million Euro aus Lottomitteln für alle Künstler, damit diese während des Aufenthaltes eine Unterkunft und kleine Aufwandsentschädigung erhalten.