Sinti und Roma bekommen einen Dauerstellplatz

Der Stellplatz für Sinti und Roma auf dem Gelände des ehemaligen Stauraums Dreilinden in Zehlendorf wird zu einem Dauerwohnwagenplatz ausgebaut. Diesen Beschluss hat der Senat gestern auf Vorlage von Bildungssenator Klaus Böger (SPD) gefasst. Für das winterfeste Quartier ist die östliche Teilfläche des Areals vorgesehen. Die Investitionen sind für 2004 vorgesehen. Betreut wird der Platz weiterhin vom Caritas-Verband Berlin. Etwa 1,5 Millionen Euro wird der Umbau des Platzes kosten. Geplant ist ein eingeschossiges winterfestes Gebäude mit Sanitäranlagen, Schul- und Aufsichtsräumen. Vor dem Haus soll ein Spielplatz entstehen. Wasser- und Elektroleitungen werden dauerhaft im Boden installiert. Der Standort wurde in Übereinkunft von Vertretern der Senatsschulveraltung, der Ausländerbeauftragten und dem Landesverband der Sinti- und Romafamilien ausgewählt. Die ausreichende Größe des Platzes gewährleistet, dass getrennte Bereiche für Sinti- und Romafamilien bereitgestellt werden können. Seit 1995 wird der Platz als Provisorium mit mobilen Containern und offen liegenden Leitungen betrieben. Etwa 200 Personen schlugen im vergangenen Jahr dort ihr Lager auf. Frauen und Männer mussten sich jeweils vier Duschen und zehn Toiletten in Containern teilen. Die Fraktion der Grünen in Steglitz-Zehlendorf setzt sich schon lange für einen ganzjährigen Stellplatz ein, konnte aber keine Mehrheit für den Antrag finden.

kla