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Vier Entwürfe für die Passage in Neukölln

Die Passage in Neukölln - ein grauer, stark frequentierter Durchgang von der Karl-Marx-Straße zur Richardstraße - soll umgestaltet werden. Vier Gutachter haben jetzt im Auftrag des Stadtplanungsamtes des Bezirks erste Ideen entwickelt, wie die Höfe der Passage, in denen sich unter anderem die Neuköllner Oper und das Kino Passage befinden, mit Licht, Kunstobjekten und Stadtmöbeln aufgewertet werden können.

Die Entwürfe sind heute noch von 14 bis 17 Uhr im Foyer des Kinos, Karl-Marx-Straße 131, zu sehen. Am Mittwoch entscheidet die Jury über den besten Vorschlag. Dabei zählt auch die Meinung der Besucher. Sie können heute ihre Beurteilung in der Ausstellung abgeben und ihren Favoriten nennen.

Die vier beteiligten Büros haben ganz unterschiedliche Konzepte vorgelegt: So will zum Beispiel Lichtdesigner Edgar Schlaefle mit Lichtbändern, Lichtstelen und einem roten Teppich, in dem ein Konterfei von Karl Marx eingearbeitet ist, die Passage zu einem Aufenthaltsraum umgestalten. Architektin Gabriele Fink bezieht die Fenster der Gebäude als Leuchtelemente mit ein, während das Büro Luna-Lichtarchitektur viele kleine Lichtspots in den Boden eingearbeitet hat. Die Arbeitsgemeinschaft Groszmann, Böhm und Partner will hingegen mit zahlreichen weißen Flecken auf dem schwarzen Boden einen "Kaugummihimmel" entstehen lassen. Der soll eine Anspielung auf den vorher verwahrlosten Zustand des Durchgangs sein.

Die Umgestaltung der Passage ist Teil des Projekts "Aktion Karl-Marx-Straße", das vom Bezirksamt zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität der Straße ins Leben gerufen wurde. Eigentümer, Gewerbetreibende und Künstler arbeiten in diesem Projekt zusammen.