Schwerpunkt auf Sprachen und Kreativität

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Florentine Anders

Es fehlt an freien Stühlen - nicht nur für die Eltern, die zur ersten Versammlung der neuen Phorms-Schule in Lichterfelde-Süd gekommen sind.

Es fehlt an freien Stühlen - nicht nur für die Eltern, die zur ersten Versammlung der neuen Phorms-Schule in Lichterfelde-Süd gekommen sind. Die Nachfrage nach Plätzen an Privatschulen ist groß wie nie zuvor. Und obwohl auch die Neugründungen trotz schwieriger Bedingungen zunehmen, findet nur jeder dritte Bewerber nach Angaben des Privatschulverbandes auch einen Platz.

Die Expansion der bilingualen Phorms-Schule in Berlin ist geradezu exemplarisch. Erst vor zwei Jahren wurde die deutsch-englische Grundschule in der Ackerstraße in Mitte gegründet. Im vergangenen Sommer kam in Berlin die Gymnasialstufe hinzu. Gleichzeitig eröffneten Filialen in München, Frankfurt und Köln. In diesem Sommer sollen weitere Schulen in Hamburg, Hannover und eben Berlin-Süd starten.

Vor allem die Bilingualität ist bei Eltern stark gefragt: Allein in Mitte und Friedrichshain sind im vergangenen Jahr mehrere neue Einrichtungen hinzugekommen, die von der ersten Klasse an auf Englisch unterrichten. Aus einer Elterninitiative ist die Berlin Kids International School (BEKIS) an der Weinstraße in Friedrichshain entstanden. Die Eltern, die ihre Kinder zuvor in einer englischsprachigen Kita in Prenzlauer Berg hatten, wollten die angelegten Sprachfähigkeiten bei ihren Kindern in der Grundschule nicht wieder verkümmern lassen. In der staatlichen Regelschule aber beginnt der Englisch-Unterricht erst in der dritten Klasse.

Auf Sprachen setzt auch die BIP-Kreativitätsgrundschule. Neben Englisch können die Kinder hier schon in der ersten Klasse Chinesisch und Arabisch lernen. Daneben stehen Fächer wie Schach, Tanz und Erfinden auf dem Stundenplan. Das Angebot kommt bei den Eltern so gut an, dass die Anmeldungen schon für Jahre im Voraus die Kapazitäten übersteigen. Im Sommer eröffnet neben der bereits bestehenden Schule in Karlshorst jetzt eine weitere Einrichtung in Friedrichshain. Wer seine Kinder bereits im Vorschulalter auf das Konzept vorbereiten und sich damit Plätze an der Schule sichern will, kann den Nachwuchs schon jetzt im Kreativitätskindergarten anmelden: Die Kita MiniMax startet am 1. April in der Strausberger Straße.

Sprachen sind auch ein Schwerpunkt, mit dem die Klax gGmbH wirbt. Der Bildungsträger hat sich seit Anfang der 90er-Jahre von einer Malschule zu einer regelrechten Kette entwickelt. Inzwischen gibt es stadtweit 16 Kindergärten, eine Grundschule und seit diesem Schuljahr auch eine bilinguale Gesamtschule in Pankow. Und im Januar 2008 hat Klax sogar eine Einrichtung in dem Pisa-Musterschülerland Schweden eröffnet.