25 Jahre Einheit

Treuhandgesetz wird gebilligt

Berlin auf dem Weg zur geeinten Stadt

Mehrheitlich billigten die Abgeordneten am 18. Juni 1990 das sogenannte Treuhandgesetz. Dadurch wird die Privatisierung beziehungsweise die Reorganisation des volkseigenen Vermögens mit Ausnahme staatlicher oder kommunaler Einrichtungen gesetzlich festgeschrieben. Ab dem 1. Juli sollten 8000 Kombinate und volkseigene Betriebe entflochten und in Kapitalgesellschaften umgewandelt werden. Bislang hatten sich nur rund 700 Betriebe als Aktiengesellschaften oder GmbH registrieren lassen.

Generell bedeutet diese Zielsetzung, dass alle Betriebe neu bewertet und die Bilanzen auf D-Mark umgestellt werden müssen. Die mit der Durchführung beauftragte Treuhandgesellschaft ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts und untersteht direkt dem Ministerrat.