Immobilien

Bund räumt Berlin ein Vorkaufsrecht für 4500 Wohnungen ein

Der Bund will 4501 Wohnungen an die städtischen Wohnungsbaugesellschaften Berlins verkaufen.

Darauf haben sich die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) und die rot-schwarze Landesregierung grundsätzlich geeinigt, teilten beide am Donnerstag mit. Berlin hat somit ein Vorkaufsrecht für das Land bekommen. Der Kaufpreis ist allerdings nach Bima-Angaben immer noch nicht festgelegt worden.

Eine wirkliche Einigung ist die Absichtserklärung, die Berlin und Bund am Donnerstag unterzeichnet haben, demnach nicht. Der Knackpunkt an dem Deal war bislang nämlich immer, ob das Land Berlin die 4501 Wohnungen unter dem Verkehrswert bekommen kann. Nach Angaben eines Bima-Sprechers am Donnerstag werden derzeit aber noch Wertermittlungsverfahren durchgeführt, in dem auch der Verkehrswert berechnet werden soll. Nach dem Abschluss dieser Ermittlungen bleibe es dann dem Land Berlin überlassen, welche Immobilien es aus dem Paket kaufen will.

Die Mieten in den verkauften Wohnungen sollten allerdings dauerhaft bezahlbar bleiben, versprach Baustaatssekretär Engelbert Lütke Daldrup am Donnerstag. Bund und Land hätten sich ihrer gemeinsamen Verantwortung für preiswerte Mieten in der Hauptstadt gestellt, so Daldrup. Ähnlich äußerte sich Bima-Chef Axel Kunze: „In der Hauptstadt herrscht eine besondere Situation, deshalb möchte die Bima Berlin helfen“. Bislang hatte die Bima ihre Liegenschaften meist an den Meistbietenden verkauft.