Architektur

Bauherr stellt Pläne für umstrittenen Gebäuderiegel vor

Sanus AG sagt Teilnahme an Einwohnerversammlung zu

Das Geheimnis ist gelüftet. Die Sanus AG, die das umstrittene Wohnbauprojekt an der Seesener Straße am S-Bahnhof Halensee errichtet, hat ihre detaillierten Baupläne vorgestellt. Gegen die mehr als 200 Meter lange Gebäudezeile, für die am Freitag der Grundstein gelegt wurde, hatten zahlreiche Anwohner protestiert. Der Komplex sei so monströs wie der „Prora-Riegel“, hatte die Anwohnerinitiative in Anlehnung an das von den Nationalsozialisten auf Rügen errichtete Bauwerk kritisiert.

„Wir errichten keinen gleichförmigen Riegel“, versicherte am Freitag Marc Wiese, Vorstand der Sanus AG. Vielmehr seien zehn Einzelhäuser entlang der S-Bahn-Gleise geplant. „Diese orientieren sich in Breite und Höhe an der gründerzeitlichen Baustruktur in der Umgebung“, sagte Wiese der Berliner Morgenpost.

Alle Häuser würden durch unterschiedliche Fenster- und Balkonformen sowie durch ihre Farbe eine eigene Gestaltung bekommen. „Das Farbkonzept ist mit dem Stadtplanungsamt abgestimmt“, so Wiese weiter. Zudem errichte man auf Wunsch des Bezirks neben 209 Mietwohnungen und einer Tiefgarage auch eine Kita. „Wir sind auch gerne bereit, unsere Pläne auf einer Einwohnerversammlung vorzustellen.“ „Der Termin wird gerade koordiniert. Er wird spätestens Anfang Juni sein“, bestätigte Baustadtrat Marc Schulte (SPD).