Forscher als Unternehmer

Supperclubbing: Über den Tellerrand geschaut

Supperclubbing bietet eine Plattform für Menschen, die zusammen unterschiedliche Kulturen und kulinarische Traditionen kennenlernen wollen.

„Auf unserer Internetseite können sich Nutzer kostenlos anmelden“, erklärt Nikolai Schmidt, einer der drei Gründer des jungen Unternehmens, „für die Teilnahme an einer Veranstaltung bezahlt der Gast dann 25 bis 35 Euro direkt an den Gastgeber.“ Dafür bekommt der Nutzer Spezialitäten verschiedener Länder, Trend-Ernährungsmenüs oder eine Mahlzeit, die speziell auf bestimmte Nahrungsmittelintoleranzen abgestimmt ist.

„Während meiner Weltreise lud mich eine Familie auf Fidschi zum Essen ein. Das war ein so tolles und einprägsames Erlebnis, dass ich es unbedingt weitergeben wollte”, erzählt Nikolai Schmidt. 2011 gründete der Student der Freien Universität Berlin (FU) zusammen mit dem Informatiker Sebastian Trapp und der Grafikdesignerin Rebecca Kopiecki dann Supperclubbing. Beratung und Büroräume erhielten sie über das Gründungsförderungsprogramm profund der Freien Universität, erste finanzielle Unterstützung brachte der Gewinn eines Businessplan-Wettbewerbs an der FU.

Die Supperclubs werden nicht nur in Berlin und den USA immer beliebter, sondern sind auch in Österreich oder Frankreich zu finden. „Oft sitzen die Gäste bis nach Mitternacht am Tisch“, erzählt Nikolai Schmidt, „neben dem Essen bieten die Gastgeber manchmal sogar noch Aufführungen oder Lesungen an.“

Reisende, Zugezogene, Singles und Gourmets sind die Hauptzielgruppen der drei Unternehmer. Besonders gerne erinnert sich Nikolai Schmidt an einen Singlesupperclub, bei dem sich tatsächlich Pärchen fanden.