Kirche

Biker starten mit Gottes Segen in die Motorradsaison

Ökumenischer Gottesdienst am Sonntag in Schönefeld

Zum Start der Motorradsaison lädt die evangelische Kirche Biker aus Berlin und Brandenburg zu einem „Anlass“-Gottesdienst in der Dorfkirche Großziethen in Schönefeld (Landkreis Dahme-Spreewald) ein. Zu dem traditionellen ökumenischen Gottesdienst am Sonntag um 13 Uhr würden in diesem Jahr wieder mehrere Hundert Motorradfahrer erwartet, sagte Pfarrer Bernd Schade, der die Biker-Messe gemeinsam mit Bischofsvikar Matthias Fenski gestaltet.

Polizei warnt vor Übermut

„Wir wollen die Biker mit Gottes Segen in die Saison schicken und ermuntern, dass sie durch vorsichtiges und vorausschauendes Fahren selbst zum Segen werden“, so Pfarrer Schade. Im Anschluss an den von der Gruppe „Christ und Motorrad“ organisierten Gottesdienst soll es im Gemeindehaus Grillwürste, Kaffee, Kuchen geben, heißt es.

Die Polizei rät Motorradfahrern, sich nach dem langen Winter erst einmal wieder an ihre Maschinen zu gewöhnen und sich bei ihren Touren nicht zu überschätzen. Bei Gruppenfahrten müsse große Disziplin herrschen, und es müssten ausreichende Sicherheitsabstände eingehalten werden, sagte der Sprecher des Brandenburger Polizeipräsidiums, Dietmar Keck. „Ein Sozius und Gepäck ändern das Fahrverhalten des Motorrads“, warnte er.

Im vergangenen Jahr gab es in der Region fast 3000 Unfälle, an denen Motorradfahrer beteiligt waren – davon etwa 1600 in Berlin. Rund 1800 Menschen verletzten sich nach Angaben des Amts für Statistik bei solchen Unfällen in der Hauptstadt, zehn Menschen starben. In Brandenburg kamen laut Polizei 17 Biker bei Unfällen ums Leben, 781 wurden verletzt. Im Jahr 2013 verunglückten im Land 21 Motorradfahrer tödlich, in Berlin waren es fünf. Häufigste Unfallursachen waren nach Polizeiangaben zu hohe Geschwindigkeit, mangelnder Sicherheitsabstand, Fehler beim Überholen oder Nichtbeachten der Vorfahrt.