Idee

Planschen bei den Pinguinen: Spaßbad für den Tierpark

Bevor er seinen Rückzug ankündigte, hat Ole Bested Hensing eine Vision vorangetrieben.

Der scheidende Chef der Berliner Bäderbetriebe warb bei einer Diskussion am Mittwochabend für ein Spaßbad im Tierpark Friedrichsfelde. Das Gelände des unter Besuchermangel leidenden Tierparks könne so neue Anziehungskraft entfalten. „Das würde sich für alle Beteiligten lohnen“, sagte Bested Hensing.

Die Idee eines Schwimmbades im Tierpark ist nicht neu. Der frühere Direktor von Zoo und Tierpark, Bernhard Blaszkiewitz, hatte das Vorhaben jedoch stets abgelehnt. Auch sein seit knapp einem Jahr amtierender Nachfolger, Andreas Knieriem, blieb zunächst zurückhaltend. Schwimmen mit Löwen bleibe ein einmaliger Vorgang, gab Knieriem zu Bedenken. Nun hat der Zoo-Chef seine Meinung zu dem Bad, das wohl doch getrennt vom Raubtiergehege errichtet würde, offenbar geändert. „Wir werden Planungen nicht im Wege stehen“, sagte Knieriem. Das Bad könne auf einem ungenutzten Teil des Wirtschaftshofes an der Straße Alt-Friedrichsfelde entstehen. Besucher könnten ein Kombi-Ticket nutzen. Knieriem hofft auf Synergien. Ein Blockheizkraftwerk könne sowohl für den Tierpark als auch für ein Schwimmbad genutzt werden.

SPD unterstützt die Idee

Vorangetrieben hatte die Idee unter anderem SPD-Fraktionschef Raed Saleh. „Der Tierpark kann sich zu einem Topstandort entwickeln“, sagte Saleh. Er freue sich, dass Bäderbetriebe, Zoo und Tierpark die Idee eines Spaßbades unterstützten. Bis es soweit ist, dürften aber noch Jahre vergehen. Das Konzept der Bäderbetriebe sieht den Bau neuer Spaßbäder in Pankow und Mariendorf vor. Vom Tierpark ist nicht die Rede. Auch im Nachtragshaushalt für 2015 ist dafür kein Geld eingestellt. Saleh: „Wir haben uns entschieden, das Konzept des Multifunktionsbades zunächst an zwei Standorten zu realisieren. Der Tierpark kommt da sicher als ein weiterer Bad-Standort infrage.“