Tourismusbörse

Brandenburger Tourismuspreis geht ins Havelland

Auszeichnungen für innovative und ungewöhnliche Konzepte

Havelländische Musikfestspiele, das Konzept, Gäste die Mark Brandenburg mit allen Sinnen erleben zu lassen und ein Kulturdorf – auf der Internationalen Tourismusbörse ITB sind am Freitagabend die „Tourismuspreise des Landes Brandenburg“ verliehen worden. Mit der Auszeichnung werden Angebote gewürdigt, „die als Leuchttürme und besondere Empfehlungen die Marke Brandenburg am überzeugendsten widerspiegeln“, heißt es aus dem Wirtschaftsministeriums in Potsdam, das den Preis seit 2001 jährlich auslobt. Dotiert ist er mit 2500, 1500 und 1000 Euro. Außerdem erhalten die Gewinner ein Gütesiegel, das sie für ihre Eigenwerbung einsetzen können.

Auch Neuruppin freut sich

Der erste Preis geht 2015 an die Havelländischen Musikfestspiele. Jährlich bis zu 50 Konzerte und Lesungen setzt Festspielleiter Frank Wasser in historischen Gemäuern in Szene. Kirchen, Schlösser, Gutshöfe und Herrenhäuser – meist in privater Hand – wandeln sich dann in Bühnen. Damit lockt er neben Brandenburgern und Berlinern auch Hamburger, Münchener oder Kölner in die Mark. Für die Wettbewerbs-Jury, bestehend aus Tourismusexperten aus ganz Deutschland, der perfekte Einsatz in Sachen „Stärkung des Kulturtourismus in Brandenburg“. Das Resort Mark Brandenburg in Neuruppin kann sich über den zweiten Platz freuen. Chefkoch Matthias Kleber will seinen Gästen zeigen, „was hinter Roastbeef oder Fischfilet steckt, woher Tier oder Pflanze stammen, wie sie gezüchtet und gehalten werden“. Er setzt auf regionale und ökologische Produkte. Die Philosophie seiner Kochschule deckt sich mit der Leitidee des Resorts. Es wirbt mit Angeboten, die dem Gast ermöglichen sollen, die Mark mit allen Sinnen zu erleben. Der Idee, Kunst und Tourismus zu verbinden, haben sich auch die Drittplatzierten, Horst und Brigitte Oppenhäuser, verschrieben. Die Rheinländer haben im Zwölf-Häuser-Dorf Breetz im Biosphärenreservat Elbtalaue ein Anwesen zum Kulturhof umgebaut. Die Jury lobte das Entschleunigungs- und Kreativrezept, spricht von einem Vorbild für andere versteckt gelegene Dörfer.