Extremismus

Mahnwache für getöteten Burak B. beim NSU-Prozess

Mit einer Mahnwache vor dem Oberlandesgericht München will die Familie des vor knapp drei Jahren erschossenen Burak B. an den ungeklärten Fall erinnern.

Vor dem Gericht, in dem der NSU-Prozess verhandelt wird, sollen Zusammenhänge zwischen dem Mord an Burak in Berlin-Neukölln und den Taten des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) verdeutlicht werden, wie die Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak am Mittwoch in Berlin mitteilte. Parallelen würden von der Polizei ignoriert, hieß es. Die Aktion ist für den 5. März geplant.

Der damals 16-Jährige war in der Nacht zum 5. April 2012 von einem Unbekannten erschossen worden. Der Täter hatte damals das Feuer auf eine Gruppe von fünf jungen Männern eröffnet. Die Polizei hatte stets erklärt, es gebe bislang keine Hinweise auf eine ausländerfeindliche Tat. Die Ermittler der zuständigen Mordkommission gingen zahlreichen Hinweisen nach, eine heiße Spur ergab sich dabei allerdings nicht. Ein Zusammenhang mit der bundesweiten Mordserie durch den NSU sei ebenfalls geprüft worden, dabei hätten sich allerdings keinerlei Anhaltspunkte ergeben, sagte ein Ermittler.