BER-Story

Grüne werben für Flughafen-Kooperation mit Leipzig

Auf einem launigen Plakat haben die Grünen einige besonders skurrile Fakten aus der Leidensgeschichte um den unfertigen Hauptstadtflughafen BER zusammengestellt.

Die „Monster“ genannte Entrauchungsanlage kommt als Karikatur zum Negativjubiläum „1000 Tage Nicht-Eröffnung“ ebenso vor wie die zu kurze Rolltreppe, die falsch gepflanzten Bäume, die fehlerhaften Raumnummern, der Streit zwischen den Gesellschaftern sowie die vielen gescheiterten Manager und Politiker. Der in Köln lebende Zeichner Alex Jahn hat die BER-Story, wie sie sich aus grüner Sicht darstellt, in einzelnen Zeichnungen auf grünem Grund festgehalten.

Aber die größte Oppositionspartei wollte es am Dienstag nicht bei einer künstlerischen Verarbeitung des Flughafenthemas bewenden lassen. Die Abgeordneten Andreas Otto und Harald Moritz präsentierten zudem ein Zehn-Punkte-Vorschlag, was nun am BER geschehen müsse. So sprechen sich die Grünen gegen Erweiterungen aus, solange der BER nicht eröffnet ist. Die Oppositionspolitiker fordern zudem Transparenz bei Terminen und Kosten, für die sie eine Steigerung der zuletzt genannten 5,4 Milliarden Euro erwarten. Die von Zank zwischen den Gesellschaftern überschattete Wahl des neuen BER-Chefs Karsten Mühlenfeld nannte Otto „chaotisch und nicht zielführend“.

Weiterhin verlangen die Grünen unter anderem, dass die Airlines am BER höhere Gebühren zahlen sollten und dass sich die Flughafengesellschaft beim Schallschutz für die Anwohner großzügig zeigt. Die Grünen sind auch offen für eine Kooperation der Berliner Flughäfen mit Leipzig, wie sie jüngst Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) angeregt hatte.