Demonstration

Olympia-Gegner kündigen weitere Störungen an

Berliner Olympia-Gegner haben zum Protest gegen eine Werbeaktion von Justizsenator Thomas Heilmann (CDU) aufgerufen.

Der Politiker will am kommenden Montag in der Marheineke-Markthalle in Kreuzberg Pfannkuchen mit Olympia-Werbelogo verteilen. Die Initiative „Olympia verhindern“ kündigte am Sonnabend eine Gegenaktion mit Plakaten und Transparenten an. Die Olympia-Gegner monieren vor allem, dass die Pfannkuchen von Insassen der Berliner Haftanstalten gebacken werden sollen, so die Initiatoren. Der Landessportbund Berlin (LSB) kritisiert die Olympia-Gegner. „Warum lassen sich diese Trittbrettfahrer eigentlich keine eigenen Aktionen einfallen“, sagte LSB-Vizepräsident, Reinhard von Richthofen, am Sonnabend.

Am Donnerstag hatte es bereits Proteste beim ersten Bürgerforum zur Bewerbung Berlins gegeben. Eine kleine Gruppe wollte die Veranstaltung, auf der sich rund 300 Menschen über eine Olympia-Bewerbung informieren wollten, stören. Der eigentlichen Diskussion verweigerte sie sich. Nach kleineren Rangeleien kam es zu zwei Strafanzeigen. Die polizeilichen Ermittlungen wegen Körperverletzung in zwei Fällen im Zusammenhang mit der Bürgerforum-Veranstaltung dauern nach Angaben der Polizei weiter an. Im Zusammenhang mit dem Werfen einer Stinkbombe sei eine Person überprüft worden, gegen die sich der Verdacht aber nicht erhärtet habe, sagte ein Polizeisprecher am Sonnabend der Berliner Morgenpost. Der Verursacher sei noch unbekannt.

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) will am 21. März entscheiden, ob er mit Berlin oder mit Hamburg für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2024 oder 2028 antritt. Beide Städte haben ihr Interesse bekundet.

( BM )