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Weniger Besucher als erwartet: Restaurantpleite im Bikini-Haus

Das „The Eats“ unter vorläufiger Insolvenzverwaltung

Das Konzept des Lounge-Restaurants „The Eats“ im Bikini-Haus an der Budapester Straße ist nicht aufgegangen. Nur acht Monate nach der Eröffnung des sich über drei Etagen erstreckenden Restaurants mit Deli, Lounge und Terrasse im Juni 2014 musste die Betreiberin, die Due-Pezzi GmbH, Ende Januar Insolvenz anmelden. Die vor der Eröffnung des Bikini-Hauses erwarteten Besucherzahlen – an der sich auch die Mieten orientieren – konnten in dem Restaurant in bester Citylage nicht dauerhaft erreicht werden und so konnte auch ein Umsatz von zuletzt 300.000 Euro im Dezember den Betrieb nicht retten.

Suche nach neuen Konzepten

Geschlossen wird dennoch erst einmal nicht. In den nächsten Wochen und Monaten solle der Betrieb fortgeführt werden, auch Events und Veranstaltungen würden uneingeschränkt stattfinden, sagte der vorläufige Insolvenzverwalter, Dr. Philipp Hackländer von der White & Case Insolvenz GBR. „Gemeinsam mit der Geschäftsleitung und der Vermieterin werde ich neben der Fortführung des Restaurantbetriebs Konzepte für eine dauerhafte Sanierung entwickeln. Hierfür haben mir auch die Gesellschafter bereits ihre volle Unterstützung zugesichert“, so Hackländer. Die Löhne und Gehälter der 53 Mitarbeiter seien über das Insolvenzgeld bis einschließlich März abgesichert. Das Insolvenzverfahren soll am 1. April eröffnet werden.

Wie es danach weitergeht, ist noch offen. In der kommenden Woche sei ein Termin mit der Vermieterin, der Bayerischen Hausbau GmbH, angesetzt, sagte Hackländer. Ob der bisherige Betreiber mit einem überarbeiteten Konzept und eventuell auch einer angepassten Miete weitermachen könne oder ob in Abstimmung mit der Vermieterin ein neuer Gastronom gesucht werde, sei Gegenstand der Verhandlungen.

Eine dritte Option sei auch, dass sich die Vermieterin ganz gegen Gastronomie an dieser Stelle entscheide, sagte der Insolvenzverwalter. Hackländer hält es jedoch für wahrscheinlicher, dass es weiter einen Restaurantbetrieb an dem Standort geben wird und dass auch die Arbeitsplätze erhalten werden können.