Trinkwasserspender

Wasserbetriebe stellen bis zum Sommer fünf Trinkbrunnen auf

Jogger, die durch den Schlosspark Charlottenburg laufen, können sich freuen. Vor dem Schloss wird noch im Frühjahr ein Trinkbrunnen aufgestellt, der den Durst der Sportler und der Touristen löschen kann.

Weitere drei Brunnen sind im Berliner Südosten geplant. Sie werden am S-Bahnhof Köpenick, auf dem Marktplatz an der Bölschestraße in Friedrichshagen und auf dem Rathenauplatz in Oberschöneweide, nahe dem Campus der Hochschule für Technik und Wirtschaft, gebaut. Der fünfte Trinkbrunnen soll in den Gärten der Welt in Marzahn stehen. Am Freitag haben die Berliner Wasserbetriebe über das Vorhaben informiert.

Die Trinkbrunnen werden in Kleinserien gefertigt. Sie bestehen aus Aluminium. Ein Exemplar kostet zwischen 5000 und 6000 Euro. Zusätzlich fallen Kosten für die Tiefbauarbeiten und den Wasseranschluss an. Der Brunnen ist etwas mehr als einen Meter hoch, 85 Kilogramm schwer und enthält eine Schale mit 50 Zentimetern Durchmesser. Statt des modernen Designs sind auch Brunnen in Gestalt blauer, gusseiserner Säulen möglich.

22 dieser Trinkwasserspender gibt es bereits in der Stadt. Sie sind von Mai bis Oktober in Betrieb und geben etwa 2000 Liter Wasser pro Tag. Die fünf neuen Standorte haben die Wasserbetriebe nicht allein ausgewählt. Die Berliner konnten bis Ende 2014 unter 20 Vorschlägen ihre Favoriten im Internet wählen. 53.000 Klicks habe es insgesamt gegeben, teilten die Wasserbetriebe mit. Der Charlottenburger Standort war mit 12.721 Stimmen der am stärksten erwünschte. Auch über die Anzahl der Brunnen haben die Berliner mitentschieden. Im Rahmen einer Laufaktion konnten sie 2014 die bei Veranstaltungen zurückgelegten Strecken den Wasserbetrieben melden. Pro 10.000 Kilometer spendete das Unternehmen einen Brunnen. Langfristig hoffe man, auch Wohnungsunternehmen und Firmen für die Finanzierung neuer Trinkbrunnen zu gewinnen, sagte Stephan Natz, Sprecher der Wasserbetriebe.

( saf )