Immobilien

Bund und Berlin verhandeln über 4600 Wohnungen

Land will Paket erwerben – Streit um Schöneberger Häuser

Die Bundesregierung vollzieht im Streit um ihre bundeseigenen Immobilien in Berlin einen Kurswechsel. Die mehr als 4600 Wohnungen, die die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) in der Hauptstadt besitzt, sollen an das Land Berlin verkauft werden. Dabei soll das Paket nicht zum Höchstpreis den Besitzer wechseln. „Vorgesehen ist der Verkauf von rund 4660 Geschosswohnungen an die landeseigenen Berliner Wohnungsbaugesellschaften unter Nutzung des sogenannten privilegierten Verkaufs, das heißt zum Verkehrswertgutachtenpreis ohne Durchführung eines Bieterverfahrens.“ Diese Strategie teilte das Bundesfinanzministerium jetzt der SPD-Landesgruppe im Bundestag mit. Zunächst hatte die Bima geplant, 1700 Wohnungen in Berlin zum höchstmöglichen Preis loszuschlagen. Jetzt wird über das Verfahren verhandelt, um den Wert zu ermitteln.

Strittig ist jedoch, ob die drei Wohnhäuser an der Schöneberger Großgörschenstraße in den Deal einbezogen werden oder ob die Objekte eigenständig veräußert werden sollen. Der Senat würde gern sehen, wenn der Bund auf einen separaten Verkauf verzichtet, . Die Bima wäre dem Vernehmen nach bereit, auch die Schöneberger Häuser zum Verkehrswert zu verkaufen. Diesen taxiert das Bundesunternehmen auf 7,1 Millionen Euro. Am Bieterverfahren hatte auch die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Gewobag teilgenommen. Die Manager waren bei 5,4 Millionen Euro ausgestiegen. Jetzt hat die Gewobag noch einmal nachgelegt. 6,3 Millionen Euro würde die Landesfirma bezahlen. Um dennoch auf die geforderten 7,1 Millionen zu kommen, sollten die Bima und vor allem die Mieter der 48 Wohnungen dem Käufer entgegenkommen.