Ausstellung

Mehr Besucher in Erinnerungsstätte in Marienfelde

In die Berliner Gedenkstätte für DDR-Flüchtlinge kamen in diesem Jahr deutlich mehr Besucher als 2013.

Bislang wurden knapp 14.800 Interessierte im früheren Notaufnahmelager in Marienfelde gezählt, sagte Gedenkstättenleiterin Maria Nooke. Im Vorjahr waren es knapp 11.200 Besucher. Seit vier Monaten wird dort eine umfassende Schau „Risiko Freiheit“ zur Fluchthilfe für DDR-Bürger gezeigt.

„Die Ausstellung wird sehr gut angenommen“, sagte Nooke. Die Besucherzahlen seien deutlich gestiegen. Auch Workshops für Schulklassen mit einem früheren Fluchthelfer seien auf Interesse gestoßen. Zunächst soll die Schau bis Ende Juni zu sehen sein. Beleuchtet wird die Zeit vom Bau der Mauer 1961 bis zu den Massenfluchten von DDR-Bürgern im Herbst 1989. Zu sehen sind gefälschte Pässe, Zeichnungen für den Tunnelbau und Stasi-Berichte über Spitzel, die Fluchtpläne verrieten. Nooke verwies darauf, dass Gedenkstättenbesucher mit Flüchtlingen und Asylbewerbern im benachbarten Übergangswohnheim ins Gespräch kommen könnten. Das Gebäude gehörte früher zum Notaufnahmelager. So werde ein Bezug zwischen deutsch-deutschen und gegenwärtigen Fluchten von Menschen aus Krisengebieten hergestellt, so Nooke weiter.