BVG

600 Schlafplätze für Obdachlose – aber nicht in U-Bahnhöfen

Für Obdachlose will der Berliner Senat in den kalten Monaten 600 Notschlafplätze anbieten.

Sollten weitere Kapazitäten benötigt werden, würden diese zusätzlich geschaffen, heißt es in der Antwort der Senatsverwaltung für Soziales auf eine Anfrage des SPD-Abgeordneten Björn Eggert, die am Dienstag veröffentlicht wurde. U-Bahnhöfe sollten nachts nicht geöffnet bleiben: Dies sei „keine geeignete Unterbringungsform“. Die Sicherheitslage sei wegen der Starkstromanlagen schwierig, zudem fehlten Sanitärräume. Zuständig für die Übernachtungsmöglichkeiten ist die Berliner Kältehilfe, ein Programm von Kirchengemeinden, Wohlfahrtsverbänden und Senat. Das Angebot stoße an seine Grenzen, sagt Ekkehard Hayner, Leiter der Wohnungsnotfallhilfe: „Dabei haben wir ja noch gar keinen richtigen Winter.“ Die Zahl der Menschen, die in die Notübernachtungsstellen kommen, steige. Es würden immer mehr Flüchtlinge versorgt, um die sich eigentlich andere Einrichtungen kümmern müssten.