Stadtplanung

Vom Problemkiez zum Edel-Wohnviertel

Öffentlich geförderte Sanierung des Helmholtzplatzes abgeschlossen

Die städtebauliche Erneuerung des Areals rund um den Helmholtzplatz in Prenzlauer Berg gilt als abgeschlossen, der Senat hat das Quartier mit knapp 14.000 Wohnungen am Dienstag aus dem Status eines Sanierungsgebiets entlassen. Damit existiere von den 22 Sanierungsgebieten, die 1993 bis 1995 festgelegt wurden, nur noch eines in Niederschöneweide (Treptow-Köpenick), erklärte Stadtentwicklungsstaatssekretär Engelbert Lütke Daldrup in einer Pressekonferenz nach der Senatssitzung. 25 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer sei das ein gutes Signal, sagte Lütke Daldrup.

Das Sanierungsgebiet Helmholtzplatz umfasste 81 Hektar und galt zur Jahrtausendwende als größter zusammenhängender Erneuerungsbereich im europäischen Städtebau. Rund 11.000 Wohnungen seien dort instand gesetzt und modernisiert worden, zum Teil mit öffentlicher Förderung des Bundes und des Landes Berlin, so der Staatssekretär. Dabei seien annähernd 2800 mietpreisgebundene Wohnungen entstanden. Zudem seien in dem Quartier etwa 1270 Wohnungen freifinanziert neu gebaut worden. Der Bund und Berlin hätten insgesamt 264 Millionen Euro in dieses Viertel investiert. Damit seien vor allem Kitas, Schulen und Straßen saniert sowie Grünflächen und Spielplätze geschaffen worden. Heute gilt der Helmholtzplatz als eines der gefragtesten Wohngebiete Berlins und ist insbesondere bei jungen Familien beliebt. Rund 23.000 Menschen leben dort, vor 20 Jahren waren es 18.900.

In ein Sanierungsgebiet fließen öffentliche Fördermittel, um einen Kiez städtebaulich aufzuwerten. Hauseigentümer müssen sich im Gegenzug bei Projekten der Instandsetzung und Modernisierung an vom Senat festgelegte Auflagen halten und ihre Vorhaben umfangreich genehmigen lassen. Da der Aufschwung des Gebietes auch ihre Immobilien aufwertet, müssen sie Ausgleichsabgaben an das Land Berlin zahlen.