Tierseuche

Vogelgrippe: Geschäft mit Gänsen wird bislang nicht gestört

Trotz der Vogelgrippegefahr läuft das Geschäft mit Weihnachtsgänsen in Brandenburg bislang ungestört.

Wie der Geflügelwirtschaftsverband Brandenburg am Freitag mitteilte, sind die Schlachtungen für das Fest bereits Anfang November angelaufen.

Seit am vergangenen Wochenende bei einer Wildente auf der Insel Ummanz bei Rügen der Vogelgrippe-Erreger H5N8 entdeckt worden war, warnt das Friedrich-Loeffler-Institut vor der Gefahr einer Übertragung des Erregers von Wildvögeln auf Hausgeflügel. In beiden Ländern sind aber bisher keine Fälle von Vogelgrippe bekannt geworden, wie Brandenburgs Justiz- und Verbraucherminister Helmuth Markov (Linke) am Freitag im Inforadio des RBB sagte.

Die Stallpflicht wirkt sich nach Verbandsangaben nicht auf das Mastgewicht der Gänse aus. „Die Gewichtsgrundlagen werden im Sommer gelegt“, erklärte der Geschäftsführer des Brandenburger Bauernbundes, Reinhard Jung. Eine lange andauernde Stallpflicht hätte allerdings im kommenden Jahr Auswirkungen. Denn Gänse werden in Freilandhaltung gezüchtet. „Im Frühjahr müssen die Gössel auf die Wiese, um dann für Weihnachten 2015 gemästet zu werden“, sagte Jung.

Landesweit gibt es 46 Zuchtbetriebe mit jeweils mehr als 100 Gänsen, darunter fünf mit mehr als 1000 Tieren.