Besucherandrang

Nur noch mit Termin ins Bürgeramt im Südwesten

Der Bezirk Steglitz-Zehlendorf hat Konsequenzen aus den stundenlangen Wartezeiten in den Bürgerämtern gezogen.

Ab 1. Dezember werden an den drei Standorten in den Rathäusern Steglitz, Zehlendorf und Lankwitz nur noch Kunden mit Terminen bedient. Bislang gehörte der Südwesten mit Lichtenberg und Neukölln zu den letzten drei Bezirken, die noch spontane Kunden aus ganz Berlin angenommen haben. Alle anderen haben komplett auf Terminvergabe umgestellt. Vor allem Berliner aus anderen Bezirken nutzten die Möglichkeit, ohne Voranmeldung ein Anliegen im Bürgeramt zu erledigen. Das ist in Steglitz-Zehlendorf jetzt nur noch in Notfällen möglich.

Von der Terminvergabe verspricht sich die zuständige Stadträtin Cerstin Richter-Kotowski (CDU) „eine bessere Strukturierung des Besucherandrangs“. Sie erhofft sich vor allem eine bessere Auslastung der weniger nachgefragten Zeiten. „Ich bedaure diese Maßnahme, da ich die Auffassung vertrete, dass ein Bürgeramt in den Sprechzeiten als Ansprechpartner für jeden Bürger geöffnet sein sollte“, sagt die Politikerin. Aber die Veränderung der Serviceleistungen sei notwendig geworden, weil die umliegenden Bezirke nur noch nach Terminvereinbarung bedienten. Das habe zu nicht hinnehmbaren Verhältnissen in den Bürgerämtern von Steglitz-Zehlendorf geführt.

Besucher des Bürgeramtes haben künftig die Möglichkeit, einen Termin über E-Mail unter buergeramt@ba-sz.berlin.de, telefonisch über 115 oder persönlich an den drei Standorten Schloßstraße 37, Kirchstraße 1/3 und Gallwitzallee 87 zu vereinbaren. Die persönliche Terminabsprache ist immer montags von 8 bis 15 Uhr, dienstags und donnerstags von 11 bis 18 Uhr sowie mittwochs und freitags von 8 bis 13 Uhr möglich. Für die Ausgabe von Dokumenten gelten dieselben Zeiten – dafür ist kein Termin nötig. Auch die zentrale Bearbeitung von Berlinpässen erfolgt ohne vorherige Anmeldung während der Öffnungszeiten im Bürgeramt in Zehlendorf.