Tourismus

Erfolgsbilanz: 8000 Ferienwohnungen sind angemeldet

Das vor sechs Monaten im Kampf gegen illegale Ferienappartments eingeführte Verbot der Zweckentfremdung von Wohnraum ist ein Erfolg.

„1728 Ferienwohnungen wurden in unserem Bezirk angemeldet“, sagte Stephan von Dassel (Grüne), Sozialstadtrat in Mitte. „Uns wurden 1332 Fälle gemeldet“, ergänzte Dagmar König (CDU), die zuständige Stadträtin in Charlottenburg-Wilmersdorf. Bei einer Anhörung im Bauausschuss des Abgeordnetenhauses am Mittwoch legten die Stadträte eine erste Bilanz nach der Einführung des Gesetzes vor. Berlinweit wurden bislang rund 8000 Ferienwohnungen erfasst.

Weil für diese Wohnungen nun eine Bestandsfrist bis August 2016 gilt, würden die meisten erst ab diesem Datum Mietern zur Verfügung stehen, bremste von Dassel zu hohe Erwartungen an schnelle Erfolge. Allerdings: „400 Appartements wurden uns von Mietern gemeldet, die ihre Wohnung ohne Kenntnis des Vermieters zweckentfremdet hatten“, sagte von Dassel. Diese würden dem Mietermarkt nun schnell wieder zur Verfügung stehen.

Wie seine Amtskollegin Dagmar König schätzt aber auch von Dassel, dass „maximal die Hälfte“ der als Ferienappartements genutzten Wohnungen angemeldet wurden. Um diese aufzuspüren, dürfen die Bezirke zwar Daten aus dem Internet verwenden. Die automatisierte Datenrecherche, – ein Software-Programm, das alle Ferienwohnungen samt Adresse aus dem Internet herausfiltert – sei dagegen nicht möglich, betonte Alexander Nguyen, Stellvertreter des Landesbeauftragten für Datenschutz in Berlin.