Gesundheit

Klinik gibt Entwarnung nach Ebola-Alarm in Neukölln

Der Verdacht einer Ebola-Erkrankung in Neukölln am Montagabend hat sich nicht bestätigt.

Am Dienstag gegen 8.30 Uhr kam die Entwarnung vom Virchow-Klinikum. Die unmittelbar in der Nacht durchgeführten Tests hätten nach fünf Stunden ergeben, dass eine Ebola-Infektion ausgeschlossen werden könne, sagte ein Kliniksprecher.

Die Feuerwehr war am Montag gegen 22.40 Uhr zu einer Wohnung an der Sanderstraße gerufen worden, weil ein 34 Jahre alter Mann über Symptome wie Schwindelgefühl, Husten, Schnupfen und Nasenbluten klagte. Die Feuerwehr rief daraufhin den Amtsarzt, der zunächst eine Ebola-Infektion nicht ausschließen konnte. Die Einsatzkräfte rückten in der für solche Fälle vorgeschriebenen Schutzbekleidung an und brachten den Kranken in eine Spezialstation des Tropeninstitutes am Virchow-Klinikum in Wedding. Auch der 34-Jährige trug einen luftdichten Spezialanzug. Die Helfer, die bei dem Einsatz mit dem Mann in Kontakt gekommen waren, wurden von der Feuerwehr vorsorglich dekontaminiert. Zwei Kontaktpersonen, die sich in der Wohnung aufhielten, durften bis zur Entwarnung die Räume nicht verlassen. Die Polizei sperrte die Sanderstraße zwischen Kottbusser Damm und Hobrechtstraße bis etwa 3 Uhr morgens.

Nach Morgenpost-Informationen soll es sich bei dem Erkrankten um einen Dolmetscher der Botschaft von Sierra Leone handeln. Der Mann stamme aber nicht von dort. Der Mitarbeiter soll vor etwa einer Woche Kontakt zu einer Person aus Sierra Leone gehabt haben. Das westafrikanische Land zählt zu jenen Ländern, die von der Ebola-Epidemie am schwersten betroffen sind. Bezirksstadtrat Falko Liecke (CDU) sagte, der Einsatz der Rettungskräfte sei professionell verlaufen.