Finanzierung

Flughafengesellschaft widerspricht neuen Milliardenkosten

Die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) hat Berichte über „Extrakosten“ für den neuen Großflughafen BER in Höhe von 3,2 Milliarden Euro zurückgewiesen.

– „Dies ist eine irreführende Aussage“, heißt es in einer am Montag veröffentlichten Mitteilung. Richtig sei, dass es sich bei der zitierten Unterlage um „ein illegal entwendetes internes Papier der FBB“ handele. Darin werde ein strategischer Ausblick bis zum Jahr 2035 gegeben, in dem die FBB mit deutlich mehr Passagieren rechne als heute. Das Papier bündele interne Überlegungen, habe aber zu keinem Zeitpunkt zur Entscheidung angestanden.

Die „Bild am Sonntag“ hatte am Wochenende berichtet, Flughafenchef Hartmut Mehdorn wolle langfristig etwa das Hauptterminal für 1,3 Milliarden Euro erweitern, um das erwartete Passagieraufkommen zu bewältigen. Ausbau und Sanierung von Landebahnen, Vorfeldern und Rollwegen würden mit 430 Millionen Euro kalkuliert. Außerdem sollten laut Bericht ein 60 Meter hoher Fahnenmast als „Orientierungspunkt“ und eine Willy-Brandt-Statue – der Airport soll den Namen des ehemaligen Bundeskanzlers tragen – vorgesehen sein. Beide Projekte sollten jeweils eine halbe Million Euro kosten.

In der Mitteilung der Flughafengesellschaft heißt es weiter, wenn Erweiterungen anstünden, würden diese im Aufsichtsrat beraten. Es gelte, dass „die derzeit im Aufsichtsrat benannten Fertigstellungskosten für den BER bleiben wie sie sind“. Für die nach der Eröffnung notwendigen Investitionen für Kapazitätserweiterungen bedürfe es keiner weiteren Gesellschaftermittel.