Medizin

Die Herzen der Berliner sind auch künftig in guten Händen

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Charité holt Spitzenmediziner im Bereich Kardiologie

Eine gute Nachricht für die Herzen der Berliner kommt von der Charité. Gemeinsam mit dem Berliner Institut für Gesundheitsforschung ist es dem Klinikum gelungen, zwei international anerkannte Spitzenmediziner nach Deutschland zurückzuholen. Die beiden Kardiologen Professor Dr. Burkert Pieske aus Graz und Professor Dr. Ulf Landmesser aus Zürich werden künftig die Herz-Kreislauf-Medizin in Berlin verstärken. Der Vorstandsvorsitzende der Charité, Karl Max Einhäupl, sagte am Montag, dass die beiden Berufungen ein positives Signal seien. „In der Kardio-Medizin belegt Berlin damit einen Spitzenplatz in Europa und den ersten Platz in Deutschland“, so Einhäupl. Ziel sei es, die Lebensqualität und die Lebensspanne der Menschen weiter nach oben zu heben.

Die Berufungen sollen zudem dafür sorgen, dass die Zusammenarbeit der Charité mit dem Deutschen Herzzentrum Berlin (DHZB) intensiviert und die präventive Arbeit des Berliner Instituts für Gesundheitsforschung noch stärker in diesen Verbund mit einbezogen wird. Auch für die Forschung sind die Berufungen von großer Bedeutung, denn gemeinsam mit dem Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin bilden die Charité und das Deutsche Herzzentrum Berlin einen wichtigen Standort des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung.

Burkert Pieske und Ulf Landmesser werden sowohl an der Charité als auch am Deutschen Herzzentrum arbeiten. Pieske hat die Leitung der Kardiologischen Klinik der Charité am Campus Virchow-Klinikum übernommen und ist außerdem Direktor der Klinik für Kardiologie am DHZB. Sein Spezialgebiet ist die Herzmuskelschwäche, die oft Herzrhythmusstörungen nach sich zieht. Ulf Landmesser ist neuer Direktor der Klinik für Kardiologie Campus Benjamin Franklin. Er forscht zur Vorbeugung und Vermeidung des Herzinfarkts und beschäftigt sich mit dem Einsatz von katheterbasierter Therapieverfahren bei Problemen mit Herzkranzgefäßen oder Herzklappen.

Die beiden Ärzte sind gern nach Berlin gekommen. Burkert Pieske, der in Mitte lebt, sagte, dass die beruflichen Möglichkeiten, die er in der Hauptstadt habe, nicht zu toppen seien. „Berlin gehört nicht nur im wissenschaftlichen Bereich zu den attraktivsten Städten weltweit.“ Ulf Landmesser, der nun in Steglitz zu Hause ist, schwärmte von den Patienten in Berlin, die sehr offen und kommunikativ seien. Die Spitzen-Mediziner wollen künftig eng zusammenarbeiten und neue Behandlungsmethoden in ihrem Fachbereich etablieren. Dabei geht es ihnen besonders darum, mit ihren Patienten so individuell wie möglich umzugehen. „Wir wollen noch besser erkennen, welche Behandlungsmethoden für welche Patienten geeignet sind, ohne dass Nebenwirkungen auftreten“, sagte Pieske.