Deutsche Bahn

Eisenbahner protestieren gegen Werksschließung

Rund 230 Mitarbeiter des Instandhaltungswerkes der Deutschen Bahn in Eberswalde haben am Mittwoch gegen die Schließungspläne für ihr Werk protestiert.

Nach einer Betriebsversammlung in Eberswalde fuhren sie nach Berlin, wo die Betriebsräte des Konzerns in Anwesenheit von Bahnchef Rüdiger Grube konferierten. „Die Mitarbeiter nehmen die Schließung nicht hin“, sagte Bernd Fröhlich, Geschäftsstellenleiter der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) in Brandenburg.

Von den Schließungsplänen, die auch dem Bahnwerk in Zwickau (Sachsen) gelten, sind insgesamt 570 Beschäftigte betroffen. Ihnen sollen andere Jobs im Konzern angeboten werden. Die Schließung ist aus Sicht der Bahn notwendig, da die Instandhaltung von Güterwaggons rückläufig sei.

Nach Worten von Fröhlich zogen die Demonstranten mit großen Holzkreuzen in den Konferenzraum. Konzernchef Grube habe die Arbeiter angehört. Er habe ihnen versichert, machbare Alternativen zur Schließung zu prüfen, so es sie denn gäbe. Gesamtbetriebsratsvorsitzender Jens Schwarz kündigte an, dass es im Konzern an diesem Donnerstag Gespräche zur Situation der Instandhaltungswerke geben wird.

Am Dienstagabend ist in Eberswalde eine Resolution zum Erhalt des Werkes verabschiedet worden. Die Unterzeichner, darunter Bürgermeister Friedhelm Boginski (FDP), fordern die Zurücknahme der Schließungspläne.