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Wo der Bund in Berlin baut

Innenministerium Im Dezember 2014 soll der Neubau des Bundesinnenministeriums fertig sein. Geplant ist, dass die Mitarbeiter von Januar bis April 2015 einziehen. Die Baukosten für den neuen Dienstsitz liegen bei 208 Millionen Euro. Das Gebäude steht auf einem bundeseigenen Grundstück in der Nähe des Hauptbahnhofs. Es wird nach Plänen der Architekten Thomas Müller und Ivan Reimann errichtet. Baubeginn war 2010. Der Grundstein wurde im Oktober 2012 gelegt. Es kam zu einer Verzögerung, weil sich ein Unternehmen über die Auftragsvergabe beschwerte. Diese Beschwerde wurde jedoch abgewiesen. Mit dem neuen Gebäude soll ein zentraler Standort für das Ministerium geschaffen werden. Er wird 1600 Mitarbeitern Platz bieten. Derzeit arbeiten die Berliner Beschäftigten in drei verschiedenen Gebäuden: im „Bundeshaus“ an der Bundesallee, am Fehrbelliner Platz in Wilmersdorf und in einer gemieteten Immobilie an der Straße Alt-Moabit.

Arbeitsministerium Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales erweitert seinen Dienstsitz an der Wilhelmstraße 49 in Mitte. Auf dem Nachbargrundstück, Wilhelmstraße 50, wird in den kommenden Jahren ein Neubau errichtet. Das Areal ist 1036 Quadratmeter groß. Den Planungswettbewerb, der Ende 2012 ausgelobt wurde, hat das Büro K9 Architekten aus Freiburg/Breisgau gewonnen. Dieser Entwurf soll realisiert werden. Etwa 100 Mitarbeiter sollen im neuen sechsgeschossigen Haus arbeiten. In einem Raum im Erdgeschoss wird die Dauerausstellung „Deutsche Sozialgeschichte“ zu sehen sein. Außerdem soll eine Einrichtung zur Tagesbetreuung für die Kinder der Beschäftigten einziehen. Sie wird 15 Plätze anbieten. Die Baukosten sollen höchstens 9,4 Millionen Euro betragen. Das neue Gebäude soll uneingeschränkt barrierefrei nutzbar sein. Vorgesehen ist, dass das alte Gebäude während der gesamten Bauzeit weiter in Betrieb bleibt.

Bundestag An der Luisenstraße entsteht ein Erweiterungsbau für das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus. Er wird nicht, wie ursprünglich vorgesehen, 2015 an den Bundestag übergeben, sondern erst im Jahr 2016. Auch hier hat eine Beschwerde wegen der Auftragsvergabe zur Verzögerung geführt. Das neue Gebäude ist vom Architekten Stephan Braunfels entworfen worden. Er hat im Ostflügel einen 36 Meter hohen Turm geplant. An der Luisenstraße wird ein neuer, repräsentativer Haupteingang geschaffen. Außerdem wird ein Bistro mit 50 Innenplätzen und 150 Außenplätzen auf der Spreeseite eingerichtet. Bistro und Gebäude sollen öffentlich zugänglich sein. Im Erweiterungsbau werden Büros für Abgeordnete und ein Bereich für Kunstausstellungen geschaffen. Die Kosten für das Gebäude sind mit etwa 190 Millionen Euro veranschlagt. Das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus beherbergt die Parlamentsbibliothek und das Archiv des Bundestages.