25 Jahre Mauerfall

120.000 bei Montagsdemo

Berlin auf dem Weg zur geeinten Stadt

Etwa 120.000 Menschen demonstrierten am Abend des 16. Oktober 1989 in Leipzig nach dem traditionellen Friedensgebet in fünf Kirchen für demokratische Veränderungen. Intellektuelle, Künstler und Arbeiter forderten Reformen. Die Demonstranten riefen in Sprechchören immer wieder „Freie Wahlen“, „Pressefreiheit“, „Jetzt oder nie Demokratie“, „Neues Forum zulassen“ und „Die Mauer muss weg“. Es war die bis dahin größte nichtstaatliche Demonstration in der DDR. In Ost-Berlin versammelten sich etwa 3000 Menschen in der Gethsemane-Kirche, in Halle hatten bereits am Abend zuvor 20.000 Menschen für Reformen demonstriert. Der DDR-Schriftstellerverband rief die Staatsführung zu „revolutionären Reformen“ auf. Hunderte DDR-Rockmusiker übergaben am Abend eine von 3000 Musikern unterzeichnete Resolution an FDJ-Chef Aurich, in der unter anderem Reisefreiheit angemahnt wurde.