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Von Tegel nach China

Preise Schon früh erarbeitete sich Meinhard von Gerkan einen Ruf als außergewöhnlicher Architekt. Der Sohn einer deutsch-baltischen Familie schloss 1964 sein Studium an der Technischen Hochschule Braunschweig ab. Bereits in den ersten beiden Berufsjahren gewannen er und sein Partner Volkwin Marg acht Architekturwettbewerbe, darunter auch die Ausschreibung für den Flughafen Tegel – erstaunlich, zumal von Gerkan bis dahin nie ein Projekt in vergleichbarer Größe geplant hatte. Zu seinen Ehrungen zählen der Deutsche Architekturpreis, die Ehrenmitgliedschaft im American Institute of Architects und das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse.

Projekte von Gerkan und sein Architekturbüro gmp zählen zu den maßgeblichen Gestaltern der Gegenwartsarchitektur. Weite Räume, nüchterne Transparenz und scheinbar leichte Konstruktionen gelten als Markenzeichen von gmp.

Berlin Meinhard von Gerkan hat auch das Gesicht von Berlin maßgeblich geprägt: Neben Tegel hat er den Hauptbahnhof, den Umbau des Olympiastadions, das Neue Tempodrom, das Eugen-Gutmann-Haus am Pariser Platz und das Swissotel mit dem Shoppingcenter Ku’damm-Eck entworfen. Zu seinen Werken gehören mittlerweile unzählige Großprojekte, darunter Flughäfen (Hamburg, Moskau-Scheremetjewo und die Erweiterung des Frankfurter Flughafens). Momentan ist sein Büro vor allem in China tätig: Dort plant und baut gmp die Retortenstadt Lingang New City.