Verkehr

Abschnitt der Avus soll auf sechs Spuren ausgebaut werden

Der Avus stehen möglicherweise umfangreiche Bauarbeiten bevor.

Wie aus einer Anfrage der Grünen an das Abgeordnetenhaus hervorgeht, soll das nördliche Teilstück der Autobahn A115 zwischen der Anschlussstelle Hüttenweg und dem Kreuz Zehlendorf von derzeit vier auf sechs Spuren ausgebaut werden. Endgültig beschlossen ist der Ausbau aber noch nicht, ebenso der Zeitpunkt.

Die Anweisung kommt von ganz oben: Das Bundesverkehrsministerium (BMVI) habe das Land Anfang März aufgefordert, die Maßnahme für den Bundesverkehrswegeplan 2015 anzumelden, heißt es in der Antwort von Staatssekretär Christian Gaebler (SPD). Berlin folge mit der Anmeldung der Weisung des BMVI, unabhängig von der eigenen Einschätzung der Bedeutung des Projekts. Der Bund begründe die Forderung mit der Tatsache, dass die Maßnahme bereits im Bundesverkehrswegeplan 2003 und im Bedarfsplan 2004 enthalten sei. Das gestiegene Verkehrsaufkommen rechtfertige sechs Spuren. Zudem würde ein Lückenschluss zwischen zwei bereits sechsspurigen Abschnitten auf der A115 erreicht. Die Höhe der Kosten geht aus der Anfrage nicht hervor, allerdings sei ein Ingenieurbüro mit der Ermittlung beauftragt worden. Auswirkungen auf die Umwelt sollen berücksichtigt werden – der rund 6,5 Kilometer lange geplante Bauabschnitt führt zum Teil durch Waldgebiet.

Die A115 verbindet den Berliner Stadtring mit dem Dreieck Funkturm (A100) und trifft im Südwesten auf den Berliner Ring (A10). Bereits vor zwei Jahren wurde eine aufwändige Grundsanierung der Avus abgeschlossen. Die Straße war so marode, dass Autos dort lange Zeit nicht schneller als 80 Stundenkilometer fahren durften. Auch der insgesamt nur fünf Kilometer lange Berliner Abschnitt der A 10 soll bis September 2015 sechsspurig ausgebaut werden.