Flugverkehr

Platznot: Flughafen BER könnte weitere Hallen bekommen

Der geplante Flughafen BER wird schon bei der Eröffnung zu klein sein. Nach der jüngsten Prognose wird im Jahr 2016 bereits mit mehr als 31 Millionen Fluggästen gerechnet.

Der neue Airport ist aber nur für bis zu 27 Millionen Passagiere konzipiert. Der Projektausschuss des BER-Aufsichtsrates hat sich deshalb am Donnerstag dafür ausgesprochen, zu prüfen, wie mehr Platz für die Abfertigung geschaffen werden kann. So sei denkbar, auf dem BER-Gelände weitere Hallen aufzustellen. Untersucht werden soll auch, wie das Terminal am bestehenden Flughafen Schönefeld als zweite Abfertigungshalle weiter genutzt werden kann.

Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) hat den Plänen von Flughafenchef Hartmut Mehdorn Ende Juli in einem Bericht an den Bundestag allerdings eine Absage erteilt. Denn der Bund will am Standort Schönefeld-Alt den Regierungsflughafen ansiedeln. Nach Informationen der Berliner Morgenpost zeigt Bundesverkehrsminister Alexander Dobrinth (CSU) inzwischen Verständnis für Mehdorns Vorschlag. Der Flughafenchef warnt vor einem Chaos nach der Eröffnung. Es sei davon auszugehen, dass es bei Check-in, Sicherheitskontrollen und Gepäckausgabe zu Engpässen kommt. Der Aufsichtsrat hatte im Juni fünf Millionen Euro für eine Untersuchung genehmigt. Stimmt er bei der Sitzung im September den konkreten Empfehlungen des Projektausschusses zu, wird der Auftrag ausgeschrieben.