Info

Die Versuchsanstalt

Geschichte 1845/50, beim Bau des Landwehrkanals durch Peter Joseph Lenné, wurde am westlichen Ende des Tiergartens die Unterschleuse installiert. Die Staustufe war ursprünglich nördlich, der Flutgraben südlich der dazwischen angelegten Schleuseninsel angesiedelt. 1903 entstand auf dem Eiland die „Königliche Versuchsanstalt für Wasser- und Schiffsbau“ (VWS). Die Reichsmarine wollte dort ihre Flotte optimieren, die preußische Landwirtschaftsverwaltung hoffte auf „flussbauliche und hydrometrische“ Innovationen, auch die Technische Hochschule Berlin-Charlottenburg sah Forschungsmöglichkeiten für ihre Institute für Schiffbau und Wasserbau. 1941 wurde schließlich die Unterschleuse verlegt, es entstand das bis heute erhaltene Ensemble.

Entwicklung Die VWS war zunächst keiner Universität zugeordnet. Erst 1995 wurden die Anlagen der TU Berlin unterstellt. Das Eiland ist im Besitz des Landes Berlin. Mehrere Institute teilen sich die Nutzung von technischen Anlagen und Räumen. Außeruniversitäre Interessenten, wie die Kanuten der Olympiamannschaft, machen hier ebenfalls Tests. Die Schleuseninsel soll mittelfristig wieder für die wasser- und schifffahrtstechnische Forschung reserviert werden. Doch der Sanierungsbedarf ist hoch.

Internet Alle Teile unserer Sommerserie „Berlin ist eine Insel“ unter: www.morgenpost.de/insel