Umbaupläne

Am Bahnhof Zoo beginnt Bauvorbereitung

Umbau des Gebäudes und seines Umfelds soll Ende 2017 fertig sein

Für den Bahnhof Zoo gibt es seit Langem Umbaupläne. Bauvorbereitende Arbeiten haben nach Auskunft der Bahn inzwischen begonnen. Ende 2017 soll der Umbau fertig sein, sagte Gisbert Gahler, Sprecher der DB Mobility Logistics AG. Auch die Haustechnik inklusive der Brandschutzanlagen werde erneuert. Die DB Station & Service AG hat für den Bahnhof Zoo einen Masterplan erstellt und beabsichtigt im Rahmen eines ersten Bauabschnittes Teile des Empfangsgebäudes baulich zu verändern. Für diesen Bauabschnitt befinden sich die Planungen im Entwurfsstadium. Geplant ist auch, die „Terrassen am Zoo“ zu reaktivieren. Außerdem soll ein Teil der Erdgeschossflächen modernisiert werden. Dabei werden die Verkehrswege für die Kunden erweitert und verbessert, auch werden neue Gewerbeflächen geschaffen.

Die Planungen sollen dieses Jahr den Genehmigungsbehörden, dem Land Berlin und dem Eisenbahnbundesamt, vorgelegt werden. Das Restaurant Zooterrassen im ersten Obergeschoss, ehemals IC-Restaurant, wird nach historischem Vorbild wieder mit einer Freiluft-Terrasse hergestellt werden. Dazu wird es komplett entkernt, um dann im Innern neu gestaltet zu werden.

Viele tote Ecken

Die „Zoo-Terrassen“ im Bahnhof Zoo, deren Panoramafenster das Gesicht des Bahnhofs am Hardenbergplatz prägten, hatten im November 2006 schließen müssen, nachdem der Bahnhof Zoo mit der Eröffnung des neuen Hauptbahnhofs in Mitte seinen Status als ICE-Halt verloren hatte. Die Zahl der Reisenden ging von täglich 150.000 auf 100.000 zurück, hat aber wieder zugenommen.

Die Bewohner aus den westlichen Stadtteilen müssen seitdem entweder zum Hauptbahnhof oder nach Spandau fahren, um einen Hochgeschwindigkeitszug zu erreichen. Bereits seit 2006 denkt die Deutsche Bahn darüber nach, den Bahnhof zu verschönern und praktischer zu gestalten. Das Gebäude sei zu verwinkelt und habe zu viele tote Ecken, hieß es seinerzeit. Der Bahnhof Zoo wurde 1987 zuletzt grundlegend umgestaltet – anlässlich der 750-Jahr-Feier Berlins. Damals wurde er noch von der Reichsbahn betrieben.

Auch das Umfeld des Bahnhofs soll verschönert werden. Der Bezirk will für den Hardenbergplatz drei Büros beauftragen, die Ideen entwickeln, wie dort der Verkehr am besten organisiert wird. Als Mobilitätsdrehscheibe soll der Platz für die Aufgaben der Zukunft fit gemacht werden. Besonders soll dabei laut Stadtentwicklungsstadtrat Marc Schulte (SPD) auf die Integration des Fahrradverkehrs in die künftige Platzgestaltung geachtet werden. Aber auch für Reisebusse und mobilitätseingeschränkte Zoo-Besucher soll der Hardenbergplatz Möglichkeiten bieten. BVG-Busse sollen auch in Zukunft auf dem Platz vor dem Haupteingang konzentriert werden. Die wartenden Taxen könnten dabei in die zweite Reihe rutschen. Auch künftig soll es Stellplätze für Reisebusse und Autos geben. Die Jebensstraße soll fußgängerfreundlicher werden, vor allem für Reisende, die zwischen Auto und Bahn umsteigen. Ende des Jahres sollen die Ergebnisse vorliegen.