Ausstellung

Grütters für Umzug des Alliierten-Museums nach Tempelhof

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) hat sich für einen Umzug des Berliner Alliierten-Museums in den früheren Flughafen Tempelhof ausgesprochen.

Eine solche Sammlung brauche Raum für eine wirkungsvolle Präsentation, sagte Grütters am Dienstag bei der Eröffnung einer neuen Sonderausstellung des Museums über die amerikanische Epoche des ehemaligen Flughafens Tempelhof.

Es freue sie, dass es gelungen sei, einen möglichen Museumsumzug auch in den Koalitionsvertrag mit aufzunehmen, sagte Grütters weiter. Als künftigen Standort der bisher in Dahlem ansässigen Einrichtung schlägt sie den Hangar 7 auf dem ehemaligen innerstädtischen Airport-Areal vor. An der Ausstellungseröffnung nahmen auch US-Botschafter John B. Emerson und der frühere US-Botschafters John C. Kornblum teil. Die neue Sonderausstellung des Alliierten-Museums stellt erstmals die amerikanische Geschichte des ehemaligen Berliner Zentralflughafens dar. Von sowjetischen Truppen erobert, übernahmen die Amerikaner den Airport im Juli 1945 und richteten einen Luftwaffenstützpunkt ein. Bei der Berlin-Blockade war Tempelhof Teil der Luftbrücke. Nach fast fünf Jahrzehnten endete die amerikanische Epoche Tempelhofs 1993.

Die Schau unter dem Titel „Flughafen Berlin-Tempelhof. Die amerikanische Geschichte“ kann bis April 2015 besichtigt werden. Erstmals werden in ihr auch Ausgrabungsfunde gezeigt, die die NS-Vergangenheit des Geländes als Rüstungsschmiede und Zwangsarbeiterlager dokumentieren.